MissionFoto2016

Die beiden Twitterer @ElovY_ und @DoktorWaumiau haben es sich nach dem Ende von #Fotoprojekt2015 zur Aufgabe gemacht, auch für 2016 ein Projekt zum Thema Foto auf Twitter und Co aufzuziehen. Unter dem Hashtag #MissionFoto2016 gibt es jeden Monat eine neue Aufgabe zu bewältigen. Alles wichtige dazu gibt es im dazugehörigen Blog missionfoto.wordpress.com. Ich habe mich nach kurzem Überlegen entschlossen, mich der Aufgabe anzunehmen und mal zu schauen, was ich so erreichen kann.

Bislang war ich eher so ein ‚Daneben‘-Fotograf, das heißt ich hab halt immer mal die Kamera drauf gehalten, wenn es mir wichtig und sinnvoll erschien. Dabei heraus kamen viele Schnappschüsse und ab und an mal auch ein gelungenes Foto. Das letzte mal, das ich so richtig fotografiert habe und mir über die Motive viele Gedanken gemacht habe war zu einer Zeit, als ich noch viele Stadien fotografiert habe und mir dazu Regeln aufgestellt habe, welche Winkel und Standorte ich dabei standardmässig aufnehmen will. Das ist jedoch über ein Jahrzehnt her und seitdem gibt es immer nur die üblichen Urlaubs- und Familienfotos.

Mit den immer besser werdenden digitalen Kameras (meine erste habe ich mir schon 2002 gekauft) und vor allem den qualitativ immer höherwertigen Smartphones, die man noch dazu immer dabei hat, ist auch meine Lust zu fotografieren wieder gewachsen. Da kommt mir die #MissionFoto2016 gerade recht. Was mich daran reizt: Es geht immer um die Mischung aus zwei verschiedenen Aufgabenstellung, einmal ist ein Stil vorgegeben und zum anderen ein Thema. Und da muss man sich dann schon Gedanken darüber machen, wie man beides möglichst elegant unter einen Hut bringt.

Für Januar klang die Aufgabe zunächst simpel: „ein eiskaltes Schwarz-Weiß“

Kaum war am Ende der ersten Januarwoche das Thema bekannt gegeben, kamen auch schon die ersten Fotos in den Twitter-Stream. Ich wollte mir das Ganze erst mal betrachten und Ideen sammeln, ehe ich drauflos knipse. Denn genau darum geht es mir – nicht einfach ein schneller Schnappschuss sondern überlegen, wie man die Aufgabe am besten umsetzt, verschiedenes ausprobieren und dann langsam entscheiden – für mich ist das Ganze also ein Prozess. Es interessiert mich eher weniger, ob ich dabei gewinne oder eine Erwähnung erfahre. Entscheidend ist dabei, dass ich mit dem Ergebnis zufrieden bin und mir sage – super, besser hätte ich die Aufgabe für meine Verhältnisse nicht umsetzen können.

Beim Betrachten der eingesandten Bilder fällt auf, dass die TeilnehmerInnen sehr unterschiedlich mit den Aufgaben umgehen. Von Leuten, die – und das bitte nicht negativ verstehen – einfach mal drauflosknipsen, das Bild schnell schwarz-weiß machen und dann hochladen bis zu sehr überlegten und künstlerischen Fotos ist da alles dabei.

Ich persönlich fand die Umsetzung schwieriger als ich das beim ersten Lesen des Themas gedacht hätte und es kristallisieren sich für mich mehrere Gründe dafür hervor:

  1. schwarz-weiß-Bilder wirken (für mich) immer kalt, auch wenn ich jemanden in Badehose am Strand zeige
  2. man kommt sehr schnell auf die Idee Eis und Schnee zu fotografieren, das ist natürlich einfach aber machen dafür auch sehr viele.
  3. ganz generell stellte ich fest, dass sich viele Aufnahmen erst bei Betrachtung am PC erschlossen, denn auch bei hoher Auflösung bleibt ein Smartphone-Schirm (5 Zoll in meinem Fall) doch eine eher kleine Fläche.Also kommt es schon darauf an, für welches Gerät bzw. welchen Zweck man ein Bild aufnimmt.

Nun, am Ende habe ich mich für ein Bild entschieden, dass der Aufgabe gerecht wird und das ich auch bearbeitet habe, was ich bislang so auch nicht gemacht habe. In der Regel habe ich zur Verwendung Fotos lediglich beschnitten, aber nicht mit größeren Filtern versehen.

Mission Foto Januar 2016

Andere Bilder, die ich in meiner Auswahl hatte:

Blume in Schwarz-Weiß, gefroren Sonne im blassen Licht Turm im leichten Schneefall

Alle hätten auch was für sich gehabt, aber ich wollte mal mit den Filtern spielen.

Unter den anderen Teilnehmern habe ich übrigens einen klaren Gewinner:

 


Für den Februar lautete die Mission dann „eine wilde Froschperspektive“. Damit kann ich nun nicht viel anfangen, da ich Bilder aus der klassischen Froschperspektive nicht sehr mag, entsprechend schwer habe ich mich auch getan und mich schließlich für einen Kompromiss entschieden.

Baum von unten herab gesehen

Ich war zwar etwas ‚unten‘ aber nicht vom Boden direkt hoch, sondern habe einen dichten Busch mit Vogelnest fotografiert.

Viel anderes hatte ich nicht zur Auswahl, ich hatte noch etwas im Wingert experimentiert, war aber mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Einzig ein witziges Eselbild hätte es noch werden können:

Esel - gelangweilt

Auch unter den anderen Einsendungen habe ich nicht so wirklich einen Favoriten und denke, einige haben die Aufgabe nicht so richtig gelesen, denn der Winkel nach oben ist nicht überall so gegeben.

Jetzt bin ich auf die nächsten Herausforderungen gespannt und danke den Initiatoren.

LinHead

LinHead

LinHead ist der Betreiber dieser Website. Irgendwas zwischen 40 und 50.
Lieber auf dem Dorf als in der Stadt, lieber Kneipe als Theater, lieber Bratwurst als 5 Sterne, lieber Twitter als Facebook...
LinHead

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